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Das ganzheitliche - natürliche Gesundheitskonzept Kneipps

Das Besondere am kneippschen Gesundheitskonzept ist das harmonische  Zusammenspiel der fünf Elemente Wasser - Bewegung - Ernährung -  Heilpflanzen - Lebnsrhytmus. Gemeinsam bilden sie die Grundlage für  einen gesundheitsbewussten Lebensstil und für ein ganzheitliches  Naturheilverfahren.

WASSER
als Vermittler natürlicher Lebensreize steigert die Leisungsfähigkeit,  stärkt die Selbstheilungskräfte und verbessert das Körperbewusstsein.

wasser

BEWEGUNG
sinnvoll und dosiert angewendet verbessert Kraft, Ausdauer und Koordination. Sie weckt Freude, stärkt das Selbstwertgefühl und verringert  Stressbelastung.

bewegung

ERNÄHRUNG
nach Kneipp ist vielseitig, schmackhaft und vollwertig. Frisch und  naturbelassen bildet sie die Grundlage für Wohlbefinden und Vitalität.

ernährung

HEILPFLANZEN
mit ihren natürlichen, milden Wirkstoffen schätzen vor Erkrankungen und lindern viele Beschwerden.

Heilkräuter

LEBENSRHYTMUS
bedeutet, die aufbauenden Kräfte für Körper, Seele und Geist zu erkennen und zu  nutzen. Eine ausgewogene, weitgehend natürliche Lebensgestaltung führt zu höherer Lebensqualität und zu mehr Harmonie mit den sozialen und ökologischen Umfeld.

ordnung

Sebastian Kneipp
Lebenslauf: Der Wohltäter der Menschheit

In dem kleinen Dorf Stephansried bei Ottobeuren wurde Sebastian Kneipp am  17. Mai 1821 geboren. Sein Vater war Weber und in dem ärmlichen Anwesen  herrschten bescheidene Verhältnisse. Schon im Alter von elf Jahren mußte der kleine "Baschtl", wie er genannt wurde, mit zum Familienunterhalt  beitragen, Tücher weben und das Vieh der Bauern hüten.

Doch  bereits der junge Knabe verspürte den starken inneren Drang in den  geistlichen Stand zu treten. Bevor er 1844 in das Gymnasium in Dillingen an der Donau eintreten konnte, mußte er sich gegen den Willen des  Vaters durchsetzen, der den Sohn nicht als künftigen Pfarrer sah.  Finanzielle Gründe spielten dabei eine wesentliche Rolle. Dank eines  entfernten Verwandten, des Kaplans Mathias Merkle, der im nahegelegenen  Grönenbach lebte, wurde Sebastian Kneipp das Studium ermöglicht.  Grönenbach ist heute ebenfalls Kneippheilbad und darf seit Ende 1996 die Bezeichnung Bad führen.

Nach dem Studium in Dillingen und  München wurde Sebastian Kneipp am 6. August 1852 in Augsburg zum  Priester geweiht. Seine Primiz feierte der inzwischen 31jährige am 24.  August 1852 in der Basilika des heimatlichen Ottobeuren. Erste Stationen des jungen Geistlichen waren Augsburg, Biberbach und Boos. Am 2. Mai  1855, wenige Tage vor seinem 34. Geburtstag, kam Sebastian Kneipp nach  Bad Wörishofen, wo er von nun an üer 40 Jahre wirken sollte.

Als Beichtvater der Dominikanerinnen im Kloster sieht sich Kneipp von  Beginn an in Wörishofen nicht nur als geistlicher Beistand der  Schwestern. Er kann jetzt seine landwirtschaftlichen Erfahrungen  einbringen und für die praktische Arbeit auf den zum Kloster gehörenden  Feldern und Wiesen anwenden.

Doch neben der geistlichen Tätigkeit und der täglichen bäuerlichen Arbeit sieht Sebastian Kneipp einen  wesentlichen Auftrag darin, Kranken zu helfen und Gesunde vor  Krankheiten zu schätzen. Bereits während der Studienzeit in Dillingen  und München hat Kneipp viele Begegnungen mit der Heilkraft des Wassers  gehabt. Als er selbst schwer an Tuberkulose erkrankt war, hatte er sich  mit kalten Bädern geheilt. Pfarrer Kneipp erforschte aber auch die  Wirkung der Pflanzen und das Zusammenspiel von Nahrung und Bewegung beim Menschen.

Im Waschhäuschen des Klosters entsteht das erste  Kneippsche Badehaus, wo zunächst hauptsächlich Amtsbrüder Sebastian  Kneipps Linderung erhalten. Aber niemand, der bei Kneipp Hilfe sucht,  wird abgewiesen. Der "Wohltäter der Menschheit", wie man ihn später  ehrfurchtsvoll nennt, wird rasch populär. Immer mehr Menschen kommen  nach Wörishofen. Die Zahl der Kurgäste wächst ebenso schnell wie der  Ruhm des Sebastian Kneipps.

Im April 1881 wird Sebastian Kneipp  Pfarrer von Wörishofen. Er zieht vom Kloster ins Pfarrhaus um. Es  beginnen hektische Jahre für ihn. Er hält in ganz Europa Vorträge. Er  schreibt zahlreiche Bücher. Er behandelt und forscht. Ein immer größer  werdender Kreis von Ärzten, Bademeistern und anderen Helfern schart sich um Kneipp, denn längst kann er alle Aufgaben nicht mehr allein  bewältigen. 1894 führt ihn eine seiner letzten Reisen nach Rom, wo er  von Papst Leo XII. empfangen wird und den Titel Monsignore erhält.

Am 17. Juni 1897 stirbt Pfarrer Monsignore Sebastian Kneipp im Alter von  76 Jahren in Wörishofen . Er hinterläßt eine einzigartige  Naturheilmethode, die auf fünf Säulen basiert:
Die Wassertherapie, die Pflanzentherapie, die Bewegungstherapie, die Ernährungstherapie und die Ordnungstherapie.

In Bad Wörishofen sind heute über 150 Kurbeherbergungsbetriebe der Kneippschen Lehre verpflichtet.

 

Robert Allgayer * Kurhotel Marienhof * Fidel-Kreuzer-Str. 9 * 86825 Bad Wörishofen * Telefon (08247) 96470 * Email: allgayer@kurhotel-marienhof.de